Was ist eine Langzeit-Blutdruckmessung?
Bei einer Langzeit-Blutdruckmessung wird der Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden gemessen. Die Patientin bzw. der Patient bekommt dafür ein kleines, tragbares Blutdruckmessgerät angelegt, das in bestimmten Abständen (zum Beispiel alle 15 Minuten) automatisch den Blutdruck misst und aufzeichnet. So erhält man einen Überblick über den Blutdruck im Tages- und Nachtverlauf.
Vorübergehende Blutdruckerhöhungen oder Blutdruckabfälle, also Blutdruckschwankungen, können so genauer erkannt werden als bei Einzelmessungen. Da die Messung in der Regel zu Hause beziehungsweise "im normalen täglichen Leben" durchgeführt wird, entfallen bei dieser Methode auch erhöhte Blutdruckwerte, die durch den sogenannten Weißkitteleffekt in der ärztlichen Praxis verursacht werden. Man hat festgestellt, dass rund 20 Prozent der Patientinnen und Patienten mit erhöhten Messwerten beim Arzt außerhalb der ärztlichen Praxis normale Blutdruckwerte haben. Außerdem erlaubt die 24-Stunden-Langzeitblutdruckmessung einen Rückschluss auf das Blutdruckverhalten während des Nachtschlafs. Dies wiederum kann Hinweise auf mögliche Ursachen eines Bluthochdrucks sowie Auskunft über die Qualität einer medikamentösen Blutdruckeinstellung geben.
Die Einschätzung der tatsächlichen Blutdrucksituation ist durch eine 24-Stunden-Messung somit am zuverlässigsten.

